7.09.2012

Verein will Bierpreis auf 7,10 Euro festlegen

Jedes Jahr aufs Neue wird der Bierpreis auf dem Oktoberfest nach oben gefahren. Dies ist mittlerweile schon so sicher wie das obligatorische „Ein Prosit der Gemütlichkeit“ einer Wiesnband. Natürlich will der Kunde für sein Geld auch ein gutes, frisches und kühles Bier haben. Dies bekommt er meistens auch an seinen Tisch. Doch ist es wirklich ein Liter Bier welcher da im Maßkrug dahin schimmert oder wird beim einschenken etwas gepanscht bzw. einfach weniger in die Maß geschenkt? Vielleicht verlieren die Bedienungen auf dem Weg durch die Massen auch immer mal den einen oder anderen Zentiliter Bier, wir wissen es nicht genau.

Grund genug jedenfalls um einen Verein zu gründen und gegen den „organisierten Schankbetrug“ vorzugehen. Der „Verein gegen betrügerisches Einschenken“ hat sich dieses bereits seit einigen Jahren als Ziel gesetzt und schaut jedes Jahr aufs Neue den Wiesnwirte auf den Zapfhahn. Nun sucht sich der Verein ein neues Ziel und versucht mit einem Bürgerbegehren den Bierpreis zu deckeln und eine Preisobergrenze von 7,10 Euro für die Maß Bier auf dem Oktoberfest durchzusetzen.

Eine gute Idee und eine unterstützende Sache oder was meint ihr? Mit Sicherheit können die Initiatoren, falls es zu einem Bürgerbegehren kommen wird, auf einen Großteil der Bevölkerung zählen, da sich doch jedes Jahr über den Bierpreis geärgert wird. Doch ist dieser hohe Preis am Ende vielleicht sogar gerechtfertigt?

Der Verein macht jedenfalls ernst und will sein Vorhaben noch vor dem diesjährigen Oktoberfest am 22. September starten. Gebraucht werden rund 30.000 bis 40.000 Unterschriften um vor der Wahl des Münchner Oberbürgermeisters 2014 Druck auf die Politik ausüben zu können.

Allerdings ist es gar nicht sicher ob die Stadt überhaupt der richtige Ansprechpartner ist. Ein Sprecher der Stadt München entgegnete, dass allein die Wirte den Bierpreis festlegen und die Stadt keinen Einfluss darauf habe. Aber können sie nicht einfach mit einem „Gesetz“ der Erhöhung Einhalt gebieten? Die Obergrenze mit 7,10 Euro soll festgelegt werden. Trotzdem besteht die Möglichkeit jedes Jahr am 1. September den Preis um 15 Cent zu erhöhen.

Der Wiesnwirte-Sprecher Toni Roiderer entgegnete dem Vorschlag dann schon etwas anders: „Warum fordern diese Leute eine Preisobergrenze von 7,10 Euro? Warum fordern Sie nicht gleich Freibier für alle auf dem Oktoberfest?“ Auch eine gute Idee wie wir finden. Den Vorstoß des Vereins stempelt Roiderer als „reinen Populismus“ ab. So müssen die Wirte neben den hohen Personalkosten auch eine Menge Geld für den Zeltbetrieb, die Miete, Strom, Wasser, etc. bezahlen. Der Besucher zahlt ja nicht nur seine Maß Bier, er bekommt eine Atomsphäre geboten,. Vielleicht sollte anstelle eines zu hohen Bierpreises einfach Eintritt in die Festzelte verlangt werden?

Wir werden sehen wie sich die ganze Geschichte entwickeln wird und freuen uns schon auf die nächste Preiserhöhung. Dann vielleicht schon mehr als 10 Euro?

Auf der Webseite des Vereins www.vgbe.de könnt ihr euch genauer zu dem Thema informieren, bei „Kontrollen“ auf dem Oktoberfest mitmachen und einfach für 6,- Euro Mitglied werden. Ebenfalls habt ihr die Möglichkeit die Unterschriftenliste herunterzuladen und mitzuhelfen, dass genug Unterschriften zusammen kommen.

Quelle: spiegel.de

Kommentare

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