20.09.2012

Mehr freie Plätze auf dem Oktoberfest 2013

Wer kennt das nicht? Man freut sich die ganze Zeit auf den Wiesn-Tag und eine schöne Zeit im Zelt mit ein paar Bieren und einem frischen Hendl und dann erlebt man das böse Erwachen vor dem Zelteingang: „Wegen Überfüllung vorrübergehend geschlossen“. Nun gibt es drei Möglichkeiten. Entweder man probiert es an den Seiten- oder Hintereingängen , man stellt sich in die Warteschlagen oder man geht weiter zum nächsten Zelt wo dann hoffentlich die Türen noch geöffnet sind.

Falls man es dann doch mal in ein Zelt geschafft hat, weil es noch mitten am Tag ist, gibt es gleich das nächste Erwachen. „Reserviert ab 17 Uhr“. Nun gibt es auch hier drei Möglichkeiten. Entweder man setzt sich und verlässt den Tisch um 17 Uhr, man bleibt und hofft, dass die Reservierung nicht erscheint (was übrigens oft der Fall ist, da manche Firmen einfach mehr Tische reservieren als Mitarbeiter haben) oder man bleibt und freundet sich mit den neuen Tischbesitzern an um seinen Platz behalten zu können.

So geht es meistens zu und der gemütliche und lustige Wiesn-Tag kann dadurch mal schnell kaputt gemacht werden. Allerdings sollte man einfach locker und ruig bleiben. Die „Platz-Suche“ gehört einfach mit dazu oder man macht sich eben um 9 Uhr morgens schon auf ins Zelt.

Nun soll es ab 2013 leichter werden einen Platz zu finden. Der neue Wiesn-Chef Dieter Reiter will mehr Plätze für Besucher schaffen, welche keine Reservierungen haben. Am nächsten Dienstag soll über neue Reservierungsregeln auf dem Oktoberfest im Münchner Stadtrat entschieden werden. Geht der Vorschlag der SPD durch, würde es ab 2013 bis zu 150.000 mehr reservierungsfreie Plätze geben. Mehr Gäste sollen somit die Chance haben auch spontan auf die Wiesn zu gehen, was vor allem für Besucher aus München und dem Umland positiv zu sehen ist.

Bis lang müssen von Montag bis Freitag ein Drittel der Plätze im Mittelschiff eines Zeltes frei gehalten werden. Am Wochenende dürfen bis 17 Uhr gar keine Plätze und danach die Hälfte der Plätze reserviert werden. Die Boxen und Galerien in den Seiten sind dagegen immer reserviert. Für die Wirte sind Reservierungen sichere Einnahmequellen im Vorfeld. Deswegen wurden auch die Mittelschiffe teilweise verkleinert und mehr Platz für Boxen und Galerien geschaffen, da hier auch mehr Geld gelassen wird.

Der neue Vorschlag beinhaltet einige Änderungen. Von Montag bis Freitag sollen 25 Prozent der Plätze frei gehalten werden. An Wochenende und Feiertagen bis 15 Uhr die Hälfte und danach 35 Prozent. Die Wirte finden den Vorschlag natürlich gar nicht gut und argumentieren dagegen, dass sich zum Beispiel an Samstagen noch mehr Menschen vor den Zelten anstellen um einen Platz zu bekommen, bevor diese überhaupt geöffnet haben.

Wir werden sehen wie sich dies entwickeln wird und wir bleiben für euch natürlich dran.

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